Die Nahtwaithia - Der reale Vampirismus

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Die Nahtwaithia - Der reale Vampirismus
Eine kurze Abhandlung über den Begriff 'Vampyr' - Version 3.1 / Juli 2010

Der Text kann frei kopiert werden, sofern man vermerkt, dass er von mir geschrieben ist. Er basiert vor allem auf persönlicher Beobachtung von mehreren Personen.

Vampire, die Jäger der Nacht. Aus Film, Literatur, Folklore, Geschichte, Mystik sind diese Wesen oftmals das glorifizierte Sinnbild vieler menschlicher Sehnsüchte. In so ziemlich jedem Volksglauben findet man sie wieder; zig Namen, Varianten und Legenden sind im Laufe der Zeit entstanden.

Der Mythos Vampir hat in der modernen Zeit die Vampyrsubkultur hervorgebracht. Mit "Vampyr" wollte man sich von den Mythen abgrenzen und aufzeigen, dass man real ist. Ein wahrhaftiger, realer, lebender Vampir. Vor allem in Amerika erfreut sich die Szene rund um die Lehren von Michelle Belanger, Frater Sebastian Todd ("Father Sebastiaan Van Houten") und anderer reger Beliebtheit. Doch vermischt sich vieler Orts die Phantasie mit dem Realen.

Doch was ist real und was ist die Wahrheit über Vampire?

Ende April 2007 wohnte ich, wie so oft, einem Gespräch über den realen Vampirismus, über wirkliche Vampire und über das, was einen Vampyr wirklich aus macht, bei. Es ist schon mitunter grausig, was der Mensch nicht alles tut nur um "anders" zu sein. Ein Vampyr ist man, wenn man sich so fühlt, und Ähnliches hört man vieler Orts.

Es mag sein, dass es rund um das Thema Vampirismus viele Ausprägungen und Meinungen, Lebensweisen und Individualisten gibt. Daran ist auch nichts Negatives zu sehen. Das Ganze ist allerdings sehr fragwürdig, wenn dann so ziemlich jeder seine Meinung durchsetzen möchte - nämlich, dass seine Sichtweise die Richtige ist. Daneben weichen die ganzen Meinungen und Verallgemeinerungen den Begriff so dermaßen auf, dass ein Vampyr wirklich jeder sein kann.

Doch es gibt auch mehr als den Menschen, der Filme sah oder Bücher las, sich nun "gruftig" schminkt und ein realer Vampir ist. Oder jene, die sich durch psychische Regungen anderer, das Abladen von Kummer bei anderen oder ähnlichem "ernähren".

Unter dem Begriff Vampyr tummeln sich, neben eben Rollenspielern und Träumern noch alternative Vampire, psychische Vampire, Sanguinarians und PSIVampyre. In einigen Schriften ist von Schatten die Rede - wie auch ehemals an dieser Stelle. Schatten, die "wirklichen" Vampyre, sind von der Definition her von hauptsächlich Frater Mordors Bücher umrissen. Es wurde viel Interpretationsraum geschaffen, weg gelassen und dazu gedichtet. Nicht nur Mordor selbst nahm in seinen Büchern nachweislich erfundene Dinge auf - hier als Beispiel zu nennen wäre der angebliche Vampir- Retrovirus RV K-17 - sondern wie bei Vampyr allgemein dichteten im Laufe der Zeit viele Eigenes hinzu wodurch der Begriff Schatten ebenso aufgeweicht wurde. Daneben wird Schatten auch in ganz anderem Kontext benutzt. Zum Beispiel werden bestimmte Wächter als Schatten bezeichnet.

Die Nahtwaithia (nahtwaiþja; ausgesprochen in Bezugnahme auf die germanisch zu hochdeutsche Lautverschiebung entspricht das "naatwaidja") sind die, die man als das bezeichnen kann, woraus der Mythos um Vampire, Lamien und wie sie alle heißen, neben diversen Krankheiten und anderen Wesenheiten, entstanden sein könnte. Der Begriff Nahtwaithia ist, wie das amerikanische Kunstwort Sanguinarians (= Bluttrinker/Vampyr), auch ein Wort, dass sich an alten Sprachen anlehnt, um das zu beschreiben, was wir eigentlich sind bzw. was wir tun - was uns ausmacht. Nahtwaithia kommt aus dem Germanischen und bedeutet soviel wie "Nachtjäger" oder "nächtlicher Jäger". Naht ist ein altes germanisches Wort für die Nacht und das gotische Waithia steht für "Waidmann"/"Weidmann", ein altes Wort für "Jäger".

Im Grunde macht den Nahtwaithia das Ernähren von menschlicher Lebensenergie (im Idealfall in Form von Blut; Vi, Chi, ...) und die Fähigkeit daran zu wachsen aus. Primär bilden sich daraus folgende Merkmale heraus:

Jagdinstinkt: Menschen zu verführen und/oder zu jagen, sie zu beißen und das Blut zu trinken - das sind tief verwurzelte Instinkte eines Nahtwaithia. Er ist ein Raubtier, welches im Grunde ursprünglich nur darauf aus ist, sich, wie jedes Raubtier, zu ernähren und seine Beute zu erlegen. Die meisten Nahtwaithia bevorzugen es zwar zu heutigen Zeiten auf freiwillige Spender zurück zu greifen, aber der Jagdinstinkt ist dennoch vorhanden. So kommt es nicht selten vor, dass das Objekt der Begierde, der Gier nach Blut, in zum Beispiel Diskotheken oder SM-Clubs ausgemacht, bezirzt und im Rahmen vom Liebesspiel davon überzeugt wird, wie anregend es sein kann dies "blutig zu untermalen".

Aggressivität: Eng verbunden mit dem Jagdinstinkt ist die Eigenschaft einer erhöhten Aggressivität. Vor allem, wenn ein Nahtwaithia durstig ist, ist er oft unkontrolliert aggressiv und leicht reizbar. In Extremsituationen "tickt" er auch leicht aus; der Verstand setzt aus und es gibt nur noch eines: Instinkt. Ein Instinkt der nur darauf aus ist, möglichst schnell an Blut zu kommen.

Starker Körperbau/empfindliche Sinne: Naturbedingt hat ein Jäger wie der Nahtwaithia bestimmte Sinnesausprägungen und körperliche Eigenheiten, die für eine Jagd wichtig sind, mitunter aber sehr "anstrengend" unter Menschen sein können. Zum einen wären hier schärfere Sinne - grade der Geruchssinn und die Lichtempfindlichkeit sind sehr markant erhöht gegenüber einem durchschnittlichen Menschen. Zum Anderen ist der Körper eher kräftig und/oder agil gebaut.

Hohe psychische Entwicklung/Intelligenz: Ein weiteres Merkmal ist, dass Nahtwaithia zu hoher Intelligenz neigen. Sie sind, sofern sie nicht grade sehr durstig sind (s. oben), sehr überlegt in ihrem Handeln und eher philosophisch, denkerisch veranlagt. Nicht selten nehmen sie in der menschlichen Gesellschaft kreative oder leitende Positionen ein.

Neigung zu "Paranormalem": Nahtwaithia sind (ob bewusst oder unbewusst) für Auren von Menschen und damit auch Umgebungsenergien empfindlicher als Durchschnittsmenschen. Dies ist auch nötig, um potente Nahrung zu finden, instinktiv zu merken, welche Personen man eher nicht in Betracht zieht und/oder andere Nahtwaithia zu erkennen. Durch die hohe Sensibilität zu Feinstofflichem nimmt er in der Regel auch Dinge wahr, die den meisten Menschen verschlossen bleiben. Darunter fallen zum Beispiel eben das Auren/Energie-Sehen, starke emphatische Veranlagung, hellseherische Fähigkeiten und/oder Ähnliches.

Erkennung untereinander: Nahtwaithia erkennen sich einander primär über die Aura und die Augen. Gegenseitig nehmen sie für gewöhnlich eine Art "Glühen" in den Augen wahr, welches für die meisten anderen Wesenheiten unentdeckt bleibt. Auf Menschen wirkt der Blick eines Nahtwaithia mit unter bedrohlich und teilweise dennoch ganz im Gegenteil sehr anziehend. Dies ist, denke ich, besonders auf die innere Stimmung und den Durst, und damit das Verhalten sowie dem dadurch resultierendem Blick zurück zu führen.

Das Blut der Nahtwaithia: Das Blut ist ein besonderer Saft - wie man so schön sagt. Und das nicht nur für Nahtwaithia. Jedoch ist gerade ihr Blut ein ganz besonderes. Blut im allgemeinen überträgt oftmals Eigenschaften des "Spenders" - zum Beispiel bei Bluttransfusionen - auf den "Empfänger". Nahtwaithia-Blut jedoch überträgt fast immer auch das Wesen an sich auf den Empfänger. So ist es möglich selbst einen Menschen zum Nahtwaithia zu machen. Dies ist allerdings eine noch nicht sehr erforschte Eigenschaft und daher wohl von diversen Faktoren abhängig. Das Spenden von Blut an einen Menschen ist ohne Garantie für eine Veränderung bei dem Trinkenden!

Sekundär entwickelt ein Nahtwaithia im Laufe seines Werdegangs, zum Teil unbewusst/ungewollt, noch andere Fähigkeiten. Wichtig ist dazu jedoch (bei z.B. rein energetischen Fähigkeiten, um nicht wie ein Mensch sich abmühen zu müssen, um sie zu erlangen), dass er das, was er braucht auch zu sich nimmt. Unter jene Fähigkeiten fallen: Zum Teil sehr schnelle Regeneration von Wunden, verlangsamtes oder ganz gestopptes Altern, telekinetische Fähigkeiten, Hypnose, ...

Nahtwaithia gibt es, aller Wahrscheinlichkeit nach, seitdem es den Homo Sapiens gibt. Es ist durchaus möglich, dass auch frühere Formen der Gattung Mensch eine Form von Nahtwaithia hervorgebracht haben. Im Prinzip stellen die Nahtwaithia eine "Unter-" oder "Nebenform" des Menschen dar. Der Körper ist bis auf die oben genannten Eigenschaften nach aktuellem Wissensstand menschlich und daher kann man auch keine eigene Art zuordnen - im wissenschaftlichen Sinne.

Viele durchleben, vor allem dadurch bedingt, dass Nahtwaithia in der Regel leider unter Menschen und wenig unter Artgenossen aufwachsen, in jungen Jahren viele schwierige Entwicklungsphasen. Bedingt durch heutige gesellschaftliche Gepflogenheiten und der Tatsache, dass Nahtwaithia eher einzelgängerisch veranlagt sind, kommt es zu einigen eher negativen Erfahrungen mit Menschen. Einige interpretieren daher, dass zu der Entwicklung eines Nahtwaithia (bzw. Vampyrs) gehöre, ein Trauma-Erlebnis oder eine Nahtoderfahrung zu durchleben. Näheres hierzu in dem Text "Die Nahtwaithia - Einblicke in die Psyche von Vampiren".

Der Begriff "Nahtwaithia" darf nur im Bezug auf diese Beschreibung oder auf dieser Beschreibung aufbauenden Texten, welche den Sachverhalt sinngemäß wieder geben, benutzt werden. Vampyrs.de dient hier als generelle Informationsplattform.

Geschrieben von scops am 08.06.2010, letzte Änderung am 27.07.2010